Licht und Finsternis

LICHT UND FINSTERNIS, SONNE UND MOND, TAG UND NACHT

Gott hat von Anfang an eine bipolare Welt erschaffen, in der es nicht nur Licht, sondern auch die Abwesenheit von Licht, nämlich Finsternis gibt. So hat Er von Anfang an auch bestimmt, dass es sowohl Zeiten des Lichts gibt (Tag), als auch Zeiten der Finsternis (Nacht). Ihre jeweiligen „Herrscher“ sind die Sonne für den Tag und der Mond für die Nacht.

1.Mo.1,16-18: „16. Und Elohim machte die zwei großen Lichter: das große Licht zur Beherrschung des Tages, und das kleine Licht zur Beherrschung der Nacht, und die Sterne. 17. Und Elohim setzte sie ins Firmament der Himmel, um auf dem Erdland zu leuchten, 18. und zu herrschen im Tag und in der Nacht und zu scheiden zwischen dem Licht und der Finsternis. Und Elohim sah, dass es gut war.“

1.Mo.1,5: „Und Elohim rief zum Licht Tag, und zur Finsternis rief Er Nacht.“

In das gesamte Schöpfungsgeschehen hat Gott eine weitreichende Symbolik heineingelegt. Es ist eine Welt der Metaphorik. Die Bibel spricht auch von Schatten (Hebr.8,5) und will damit sagen, dass das Sichtbare eine Abschattung des für uns Unsichtbaren, Verborgenen aber Wesenhaften (das Eigentliche, Wahre) ist.

Die Symbolik von Licht und Finsternis

Gott ist Licht:

1.Joh.1,5: „Und dies ist die Botschaft, die wir von Ihm gehört haben und euch verkündigen: Gott ist Licht und keinerlei Finsternis ist in Ihm.“

Ps.84,12: „Denn JHWH Elohim ist Sonne und Schild…“

Das wesenhafte, wahre Licht Gottes findet also Seine Entsprechung im Licht der Sonne, die am Tag scheint.

Auch Jesus bezeichnet sich als das Licht:

Joh.12,46: „Ich bin als Licht in die Welt (w. Kosmos) gekommen, auf dass jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt.“

Joh.8,12: „Wiederum redete Jesus zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der Welt (w. Kosmos); wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern wird das Licht des Lebens haben.“

Joh.3,19: „Dies aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt (w. Kosmos) gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis viel mehr als das Licht, denn ihre Werke waren böse.“

Licht steht in enger Verbindung zum Leben. Ohne das Licht der Sonne würde es auf der Erde kein Leben geben. Auch diese Wahrheit findet ihre Entsprechung im für uns unsichtbaren Bereich.

Finsternis:

Die Finsternis dagegen, die Abwesenheit von Licht, steht in Verbindung mit dem Tod und dem, der die Macht des Todes hatte, nämlich Satan.

Eph.6,12: „Denn unser Kampf ist nicht mit (a. gegen) Fleisch und Blut, sondern mit den Autoritäten, mit den Weltbeherrschern (w. Kosmokratoren) dieser Finsternis, mit den geistlichen Mächten der Bosheit in den Überhimmeln (w. Aufhimmlischen).“

Kol.1,12-13: „12. …als Dankende dem Gott-Vater, der euch tauglich gemacht hat zum Anteil am Erbe (w. Los) der Heiligen im Licht, 13. der uns birgt aus der Autorität der Finsternis und versetzt in die Regentschaft des Sohnes seiner Liebe…“

Als Jesus im Garten Gethsemani von den Hohepriestern und den Hauptleuten des Tempels abgeführt wurde, sagte Er:

Lk.22,53: „…dies ist die Stunde und die Autorität der Finsternis.“

Diese geistliche Finsternis wurde während der Kreuzigung Jesu sogar sichtbar:

Mt.27,45: „Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis über das ganze Erdland bis zur neunten Stunde.“

Dass die Sonne Gott symbolisiert sagt Ps.84,12 aus. Auch der Mond als Herrscher über die Nacht (1.Mo.1,16) symbolisiert eine Person, nämlich Satan. Der Mond selbst erzeugt kein eigenes Licht, er wäre also in völlige Dunkelheit gehüllt ohne das Licht der Sonne, welches er reflektiert und das seinen eigentlichen Finsterniskern verbirgt.

Über Satan heißt es:

2.Kor.11,14: „Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engel des Lichts an.“

Satan ist kein Engel des Lichts, er gehört dem Bereich der Finsternis an, aber er tritt in dieser Gestalt auf, um seinen eigentlichen Finsternis-Charakter zu verbergen.

Die Berufung zum Licht:

Gott ruft die Menschen zum Licht. Nicht länger sollen sie unter der Herrschaft der Finsternis sein.

1.Petr.2,9: „…damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch berufen hat aus der Finsternis zu Seinem wunderbaren Licht…“

Apg.26,18: „…zu öffnen ihre Augen, dass sie sich von der Finsternis weg ins Licht wenden und von der Autorität Satans auf Gott zu…“

1.Thess.5,5: „…denn ihr alle, ihr seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages; wir sind nicht Söhne der Nacht, noch der Finsternis.“

Eph.5,8: „Denn einst wart ihr Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn; wandelt als Kinder des Lichts…“

Röm.13,12: „Lasst uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Rüstungen (a. Waffen) des Lichts anziehen.“

So wie Gott am ersten Tag das Licht von der Finsternis trennte, so sollte das auch in unserem Leben sein. Licht und Finsternis gehören nicht zusammen:

2.Kor.6,14: „Denn welche Genossenschaft hat Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit oder (so könnte man auch fragen) welche Gemeinschaft hat Licht mit Finsternis?“

Das Essen vom Baum der Erkenntnis, bei dem Gut und Böse, Licht und Finsternis, nicht getrennt waren, brachte den Tod:

1.Mo.2,17: „…aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du von ihm isst, wirst du sterben.“

Das himmelstürmende Unternehmen Babylon

Bereits die Menschen der Urzeit hatten die konkrete Absicht, in die Himmel zu gelangen. Davon spricht die Bibel:

1.Mo.11,4: „Und sie sprachen: Siehe! Wir wollen uns eine Stadt bauen und einen Turm, und sein Haupt (a. Spitze) in den Himmeln. So wollen wir uns einen Namen machen, dass wir nicht zerstreut werden auf dem Angesicht des Erdlands!“

1.Mo.11,6-8: „6. Und JHWH sprach: Siehe, sie sind ein Volk und haben alle eine Sprache, und dies haben sie angefangen zu tun; und nun wird ihnen nichts verwehrt werden, was sie zu tun ersinnen. 7. Siehe! Wir wollen hinabsteigen und ihre Sprache dort verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht verstehen! 8. Und JHWH zerstreute sie von dort auf dem Angesicht des ganzen Erdlands, und sie hörten auf, die Stadt zu bauen.“

Die einschneidende Maßnahme Gottes war nicht als endgültiger Stopp für das Programm vorgesehen, sondern diente als langzeitig wirkende Bremse des Vorhabens.

Diese Zielsetzung, in die Himmel zu gelangen, ist in unserer Zeit wieder aufgegriffen worden. Der Mond gehört zum Bereich der Himmel. Eine Mondlandung stellt demgemäß die neuzeitliche Verwirklichung des alten babylonischen Vorhabens dar.

Der Antichrist und der Thron des Drachen

Der Thron Gottes befindet sich in den Himmeln:

Ps.11,4: „JHWH – in den Himmeln ist Sein Thron…“

Der König von Babylon, eine Vorschattung des Antichristen der Endzeit wird zitiert:

Jes.14,13: „Und du sprachst in deinem Herzen: Die Himmel steige ich hinauf, über die Sterne ELs (hebr. Bezeichnung für Gott) erhöhe ich meinen Thron…“

Laut Eph.6,12 befinden sich die Mächte der Bosheit in den Himmeln. Dort befindet sich auch der Thron Satans, d.h. seine Regierungszentrale. Von dort aus wird er samt seinen Engeln (Boten) in der Endzeit auf das Erdland geworfen werden.

Offb.12,7-9: „7. Und es entstand ein Streit in dem Himmel: Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen. Und der Drache stritt und seine Engel; 8. und sie siegten nicht, auch wurde ihre Stätte (Aufenthaltsort) nicht mehr in dem Himmel gefunden. 9. Und es wurde geworfen der große Drache, die alte Schlange, welcher Diabolos und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verführt, geworfen wurde er auf das Erdland, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen.“

Der Antichrist der Endzeit wird in der Offenbarung beschrieben:

Offb.13,2: „Und das Tier, das ich sah, war gleich einer Leopardin, und seine Füße wie die eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Autorität.“

Der Drache, eine andere Bezeichnung für Satan, wird dem Antichristen (in der Offenbarung als Tier dargestellt) seine Macht, seinen Thron und große Autorität geben.

Um die Himmel zu ersteigen, bedarf es einer überdimensionalen Energie. Auch ist klar, dass derjenige, der in den Himmeln einen klar definierten Aufenthaltsort hat, über große Autorität verfügt.

Die NASA hat für 2012 geplant, bemannt auf den Mond zu fliegen. Laut biblischer Prophetie wird das Vorhaben, die Himmel zu ersteigen, am Ende der Zeit (nicht vorher!) gelingen.

Das Ende der Finsternis

Innerhalb der neuen Stadt Jerusalem, in welcher der Thron Gottes sein wird, werden Sonne und Mond keine Rolle mehr spielen:

Jes.60,19: „Nicht wird dir noch die Sonne zum Licht sein am Tag, noch zum Erglänzen der Mond dir scheinen; sondern JHWH wird dir zum äonischen Licht…“

1.Joh.2,8: „…die Finsternis vergeht und das wahrhafte Licht leuchtet schon.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s