Der neue Mensch

Der neue Mensch

Geburt aus Gott und Schöpfung durch den Sohn

Definition:

Geburt (w. Erwerden, in Existenz kommen): griech. genesis, aus Gott dem Vater, Übertrag göttlichen Samens, Wesenseinheit mit dem Vater, Sohnschaft.

Jesus, der aus Gott erst-geborene Sohn:

Ps.2,7: „JHWH sprach zu mir: Mein Sohn bist du, ich, ich gebar (ילדתיך; ildthi-k; in Ps.110,3; to generate) dich den heutigen Tag.“

Hebr.5,5: „Mein Sohn bist du, ja du, ich, heute habe ich dich erwerden (γεγεννηκα; to generate; (er)zeugen; hervorbringen) lassen.“

Hebr.1,5: „Denn zu welchem der Engel hat Er jemals gesagt: Mein Sohn bist Du! Heute habe Ich Dich geboren! Und noch dazu: Ich werde Ihm Vater sein und Er wird Mir Sohn sein.“

Joh.1,14: „Das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns, und wir schauten Seine Herrlichkeit – wie die Herrlichkeit des Einziggeborenen (griech. monogenes) vom Vater…“ (siehe auch Joh.1,18)

Schöpfung: griech. ktisis, durch den Sohn Gottes, das entsprechende hebräische Tätigkeitswort erschaffen ist bara (1.Mo.1), Seiner Hände Werk, gehauchtes Leben, nicht wesensgleich mit Gott.

Die Schöpfung wurde durch den Sohn:

1.Kor.8,5-6: „Denn wenn es zwar auch sogenannte Götter gibt (sei es im Himmel oder auf Erden, ebenso wie da viele Götter und viele Herren sind), so ist jedoch für uns nur Einer Gott, der Vater, aus dem das All(es) ist (und wir sind zu Ihm hingewandt), und nur Einer Herr, Jesus Christus, durch den das All(es) geworden ist (und wir sind es durch Ihn).“

Kol.1,15-18: „Er (der Sohn) ist das Abbild des unsichtbaren Gottes, der Ersthervorgebrachte (griech. prototokos) vor einer jeden Schöpfung (griech. ktisis). Denn in Ihm (Christus) ist das All(es) erschaffen: das in den Himmeln und das auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften, Fürstlichkeiten oder Obrigkeiten. Das All(es) ist durch Ihn und zu Ihm hin erschaffen, und Er ist vor allem, und das All(es) besteht zusammen in Ihm. Er ist das Haupt der Körperschaft, der herausgerufenen Gemeinde, deren Anfang Er ist als Erstgeborener aus den Toten, so dass Er in allem der Erste werde…“

Offb.3,14: „Das aber sagt der Amen, der treue und wahrhafte Zeuge und der Ursprung der Schöpfung Gottes (griech. archae ho ktisis ho theos).“

Hebr.1,8.10: „Aber zu dem Sohn sagt Er: Dein Thron, o Gott, ist hinein in den Äon des Äons… Und: Du, hast in den Anfängen (griech. arche), Herr, die Erde gegründet (εθεμελιωσας), und die Himmel sind Deiner Hände Werk (εργα).“

Behauptung: Alles was auf der Schöpfungslinie läuft, alles Geschaffene, muss vergehen, muss durch einen Sterbensprozess durch; denn nur was aus Gott geboren ist, hat bleibendes und göttliches Leben. Alles Geschöpfliche lebt in seinen Bosheitsentfaltungen und geht darin zu Grunde, während nur das aus Gott Geborene, Gottes unvergängliches Wesen in sich trägt.

Röm.8,19-21: „Denn die Vorahnung der Schöpfung wartet auf die Enthüllung der Söhne Gottes. Denn die Schöpfung wurde der Eitelkeit untergeordnet (nicht freiwillig, sondern um des Unterordners willen) in der Erwartung, dass auch die Schöpfung selbst befreit werden wird von der Sklaverei der Vergänglichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.“

Der Mensch, der heute die neue Geburt aus Gottes Geist erlebt, ist eine völlig neue Schöpfung, etwas noch nicht da Gewesenes, ein von oben, aus Gottes Geist Geborener!

2.Kor.5,17: „Daher, wenn jemand in Christus ist, ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, alles ist neu geworden.“

Joh.1,12-13: „…allen aber, die Ihn empfingen – ihnen gab Er Vollmacht (griech. exousia; engl. authority, right), Kinder (offsprings) Gottes zu werden, denen, die an Seinen Namen glauben, die nicht aus Geblüt (griech. ek haima), noch aus dem Willen des Fleisches (griech. ek thelema sarx), noch aus dem Willen eines Mannes (griech. ek thelema aner), sondern aus Gott geboren wurden (εκ θεου εγεννηθησαν).“

Joh.3,3: „Jesus antwortete: Amen, Amen, Ich sage dir: So jemand nicht von oben her geboren (γεννηθη ανωθεν) wird, vermag er nicht, die Regentschaft Gottes zu gewahren (sehen).“

Röm.8,15: „Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, wiederum zur Furcht, sondern einen Geist der Sohnschaft habt ihr empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!“

Bis dahin war es allein Jesus, von dem gesagt werden konnte, dass Er aus Gott selbst geboren ist (Joh.1,14.18: der einziggeborene Sohn, griech. monogenes).

Hebr.1,5: „Denn zu welchem der Engel hat Er jemals gesagt: Mein Sohn bist Du! Heute habe Ich Dich geboren?… Ich werde Ihm Vater sein und Er wird Mir Sohn sein?“

Joh.1,14: „Das Wort wurde Fleisch und zeltete unter uns, und wir schauten Seine Herrlichkeit – wie die Herrlichkeit des Einziggeborenen (griech. monogenes) vom Vater…“ (siehe auch Joh.1,18)

Die beiden Menschen in Eden wurden durch Jesus als lebendige Wesen erschaffen, sie waren jedoch nicht aus Gott selbst geboren!! Seinen Geist hauchte Er ihnen ein, um sie lebendig zu machen.

Das Prinzip der zwei Daseinsformen (durch Jesus Erschaffenes und aus Gott Geborenes) wird im folgenden Vers veranschaulicht:

Joh.3,6: „Das vom Fleisch Geborene ist Fleisch, und das vom Geist Geborene ist Geist.“

Elohim bewertete Sein eigenes Werk mit sehr gut; dennoch wissen wir, dass das Menschenpaar nicht in der Lage war, dem Angebot der Sünde zu widerstehen. Sie wurden von Gott darauf hingewiesen, dass sie sterben, wenn sie von der Frucht essen, jedoch hatten sie den Tod noch nie geschmeckt, insofern fehlte ihnen gerade diese Erfahrung, um die volle Wucht der angedrohten Konsequenz wirklich zu erfassen und zu fürchten. Und selbst wenn Gott ihnen das Szenario sehr detailliert geschildert hätte – das eigentliche Problem lag im Endeffekt daran, dass diese von Gott angekündigte Konsequenz in Zweifel gezogen wurde. Wie konnte das möglich sein? Wie konnte es zu einem Zweifel an Gottes Worten kommen? Kannten sie Ihn denn nicht? Waren sie sich dessen nicht bewusst, mit wem sie es zu tun hatten? Wurden sie über die Realität des Bösen, das bereits in der Welt existierte, nicht aufgeklärt? Es wurde auch behauptet, es läge am freien Willen, mit dem der Mensch ausgestattet worden sei. Selbst wenn das so wäre, erklärt das dennoch nicht, warum sie ihren freien Willen nicht dazu gebrauchten, dem Angebot der Sünde zu widerstehen, so wie es Jesus während Seiner Erdenzeit tat. Wieso waren sie angreifbar? Nachfolgend eine Erklärung:

1.Mo.3,6: „Und das Weib sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust für die Augen und dass der Baum begehrenswert wäre, um Einsicht zu geben…“

1.Joh.2,16: „…alles in der Welt, die Begierde des Fleisches, die Begierde der Augen und die Hoffart der Lebensweise, ist nicht aus dem Vater, sondern aus der Welt (griech. kosmos: aus der Gesinnung, aus dem Geist der Welt).“

Jak.1,13-15: „Niemand, der versucht wird, sage: Von Gott werde ich versucht; denn Gott ist vom Bösen unversuchbar, und Er Selbst versucht niemand. Ein jeder aber wird versucht, wenn er von den eigenen Begierde hinweggezogen und gelockt wird. Danach empfängt die Begierde und gebiert die Sünde, die Sünde (wörtl.: Zielverfehlung) aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.“

Noch einmal: Wieso war der Mensch angreifbar?

Die Bibel lehrt, dass alles, was aus Gott Geboren ist, nicht sündigen kann!

1.Joh.3,9: „Jeder, der aus Gott geboren ist (γεγεννημενος εκ του θεου), tut keine Sünde; denn Sein Same (σπερμα) bleibt in Ihm, und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.“

1.Joh.5,4: „…denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.“

Hier liegt der Schlüssel zum Verständnis der Zusammenhänge!

Der erste Adam war eine lebendige Seele, von der Erde (hebr. adamah: Erde), der zweite Adam, der Sohn Gottes, ist vom Himmel und ein lebendig machender Geist, in dessen Bild wir umgestaltet werden und somit Teilhaber am göttlichen Wesen bereits jetzt sind, nicht nur Erschaffene, seiner Hände Werk, sondern aus Gott Geborene, denn Gott ist Geist und das aus Gott Geborene ist ebenfalls Geist. Das allein ist die Garantie dafür, dass es eines Tages zu keinem Danebenfall mehr kommen kann und wird – denn nur Gott selbst ist vom Bösen unversuchbar (Jak.1,13).

1.Kor.15,47: „Der erste Mensch ist aus Erde, von Erdreich; der zweite Mensch ist der Herr aus dem Himmel.“

1.Kor.15,45: „So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele (griech. psyche zao; engl. living soul; eine Seele lebt, kann aber nicht lebendig machen), der letzte Adam (Christus) zu einem lebendig machenden Geist (griech. pneuma zoopoieo; engl. life giving/ making spirit).“

1.Kor.15,48-49: „Derart wie der von Erdreich ist, solcher Art sind auch die von Erdreich, und derart wie der Himmlische ist, solcher Art sind auch die Himmlischen. Und so wie wir das Bild dessen von Erdreich tragen, werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen.“

1.Kor.15,46: „Jedoch kam nicht zuerst das Geistliche, sondern das Seelische, und darauf das Geistliche.“

Gott fängt das Sechstagewerk mit dem Chaos an, der Tag fängt im jüdischen Kalender mit dem Abend an. Gott geht von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, aufsteigend, nicht absteigend. Der Weg nach oben führt erst einmal nach unten. Dieses Prinzip wendet Gott auch auf den Menschen an: Er muss durch die tiefste Gefallenheit, durch Sünde, Leiden, Tod und Gericht – um DANN über alle Maßen erhöht zu werden. Heute schon sind wir (die wir in Christus sind) Gerechtfertigte, Teilhaber der göttlichen Natur (2.Petr.1,4 – γενησθε θειας κοινωνοι φυσεως), tragen den Samen oder Keim Gottes in uns, aber wir sind noch nicht vollendet. Das wird aber bei der Entrückung geschehen.

1.Joh.3,2: „Geliebte, nun sind wir Kinder Gottes, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden. Wir wissen aber, dass wir, wenn Er offenbart wird (bei der Entrückung), Ihm gleich sein werden, da wir Ihn sehen werden, wie Er ist.“

Phil.3,21: „…(Christus) der den Körper unserer Erniedrigung umwandeln wird, um dem Körper Seiner Herrlichkeit gleichgestaltet zu werden…“

2.Petr.1,4: „Durch sie (Gottes Vermögensmacht) wurden uns die kostbaren und größten Verheißungen geschenkt, damit ihr durch diese Teilnehmer der göttlichen Natur werdet (γενησθε θειας κοινωνοι φυσεως) und dem Verderben entflieht, das infolge der Begierde in der Welt ist.“

Hebr.2,11: „Denn sowohl der Heiligende wie auch die geheiligt werden, stammen alle aus Einem, um welcher Ursache willen Er sich nicht schämt, sie Brüder zu nennen…“

Paulus spricht vom nicht-neu-geborenen Menschen und nennt ihn den seelischen Menschen (psychikos), dem er den geistlichen Menschen (pneumatikos) entgegenstellt:

1.Kor.2,13-16: „…was wir auch aussprechen, nicht mit Worten, wie menschliche Weisheit sie lehrt, sondern mit solchen, wie der Geist sie uns lehrt, indem wir geistliche Dinge mit angemessenen geistlichen Worten erklären. Der seelische Mensch (psychikos) aber nimmt nichts von den Tiefen des Geistes Gottes an; denn sie sind ihm Torheit. Und er kann sie nicht erkennen, da sie nur geistlich erforscht werden können. Der geistliche Mensch (pneumatikos) erforscht zwar alles, er selbst aber wird von keinem seelischen Menschen erforscht. Der geistlich gesinnte Mensch erforscht zwar alles, er selbst aber wird von keinem seelisch gesinnten erforscht. Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt? Wer wird daraus etwas entnehmen? Wir aber haben den Denksinn/ die Denkart (griech. nous; engl. mind) des Christus!“

Wäre Eden oder der seelische Mensch von vornherein Gottes Endziel mit dem Menschen gewesen, hätte Gott sicherlich verhindert, dass der Mensch den Weg durch Sünde und Tod gehen muss. Die Bibel lehrt jedoch, dass der Leib Christi vor Niederwurf der Welt an auserwählt wurde. Der geistliche Mensch gehörte also von vornherein zu Gottes Plan, jedoch kam zuerst das Seelische, dann das Geistliche. Was Gott in Eden zeigen wollte ist: Der Mensch, der zwar eine lebendige Seele ist, aber nicht aus Gott geboren, kann dem Angebot der Sünde nicht wiederstehen! Der einzige, der noch nie die Sünde erkannte ist Jesus, der Mensch vom Himmel, der lebendig machende Geist, der Erstgeborene aus Gott (unter vielen Brüdern – Röm.8,29), der selbst keine Sünde kannte, doch um unsretwillen zur Sünde gemacht wurde (2.Kor.5,21).

Eph.1,4: „…wie Er uns in Ihm (in Christus) vor dem Niederwurf der Welt auserwählt hat, damit wir Heilige und Makellose vor Seinem Angesicht seien.“

Eph.1,5: „In Liebe hat Er uns für Sich zum Sohnesstand (into the place of a son) in Christus Jesus vorherbestimmt, nach dem Wohlgefallen Seines (souveränen) Willens.“

1.Kor.6,2: „Oder wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden?“

1.Kor.6,3: „Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden…?“

Der Mensch, der als Gras bezeichnet wird (Jes.40,6-7; 1.Petr.1,24), über den der Psalmist fragt, was er denn sei, dass Gott überhaupt seiner gedenkt (Ps.8,5), der an Herrlichkeit weit hinter der Majestät der Engel und himmlischen Gewalten steht, ist das Wesen, das Gott am allerhöchsten erhebt, aus dem Staub zu Seiner Gleichheit, um darin den himmlischen Mächten Seine große Weisheit zu demonstrieren.

Eph.3,8-11: „Mir (Paulus), dem bei weitem geringsten aller Heiligen, wurde diese Gnade gegeben, den Nationen den unausspürbaren Reichtum des Christus als Evangelium zu verkündigen und alle darüber zu erleuchten, was die Verwaltung des Geheimnisses betrifft, das von den Äonen an in Gott verborgen gewesen war, der das All(es) (nicht im Sinne von Kosmos, sondern das Alles im Sinne von alles Bestehende, sei es unsichtbar oder sichtbar – siehe *Kol.1,16) erschaffen hat, damit durch die Herausgerufene den Fürstlichkeiten und Obrigkeiten inmitten der Überhimmlischen die mannigfaltige Weisheit Gottes bekannt gemacht werde, entsprechend dem Vorsatz der Äonen, den Er in Christus Jesus, unserem Herrn, gefasst hat…“

*Kol.1,16: „Denn in Ihm (Christus) ist das All(es) erschaffen (εξουσιαι): das in den Himmeln und das auf der Erde, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder Herrschaften, Fürstlichkeiten oder Obrigkeiten. Das All(es) ist durch Ihn und zu Ihm hin erschaffen…“

Der Fall Adams wäre ein kosmischer Super-GAU gewesen, wenn Gott nicht entsprechend dieser Verfehlung eine noch viel mächtigere Erlösung geschaffen hätte – eine Erlösung, die alle Menschen erfasst und zur Gerechtigkeit des Lebens führt, in gleicher Weise und weit darüber hinaus, wie in Adam jetzt alle im Tod sind! Gott kommt mit allen Seinen Geschöpfen zum Ziel, deshalb ist Gottes Handeln auch im Angesicht von Sünde und Tod gerechtfertigt. Er wird Sein Ziel, alle Menschen zu erretten, zur Vollendung bringen, nicht sofort und während dieses Zeitalters, aber auch das gehört zu Seinem großen Plan und tut der Tatsache keinen Abbruch. Sein Ziel mit allen Seinen Werken steht bereits fest.

Ps.145,9: „JHWH ist gut gegen alle, und seine Erbarmungen sind über alle seine Werke.“

Jes.28,29: „Auch dies geht aus vom Herrn der Heerscharen. Er führt seinen Plan wunderbar aus, Seine Weisheit lässt Er groß sein.“

Gott muss die Sünde beim Namen nennen und sie verurteilen. Dafür wurde Christus zur Sünde gemacht (2.Kor.5,21). Doch Gott rechtfertigt den Sünder!!

Gott richtet den Menschen nicht, weil dieser sich etwa nicht für das Heil entschieden hat, sondern der Mensch ist bereits gerichtet, von Geburt an, bevor er überhaupt „pieps“ gesagt hat steht er schon unter dem Urteil Gottes! Er wird unter das Gesetz der Sünde geboren, welches ihn zu einem Sklaven macht und ihn völlig entstellt (man denke etwa an den Film Matrix, wo die Menschen von den Maschinen versklavt sind, ohne sich dessen überhaupt bewusst zu sein). Der Mensch IST ein Sünder, ja wird zum Sünder geboren und bleibt das von seinem Anfang und bis zu seinem Ende – es sei denn, dass Gott ihn errettet.

Es entspricht nicht unserem menschlichen Sinn von Gerechtigkeit, dass alle Menschen auf Grund der Zielverfehlung Adams unter das Gesetz der Sünde und des Todes kamen. Und ebenso wenig entspricht es unserem menschlichen Sinn von Gerechtigkeit, umsonst, gratis, ohne Zutun gerechtfertigt zu werden – genau das sind aber die Wege Gottes.

Jes.55,8-9: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht JHWH. Denn wie der Himmel höher ist als die Erde, so sind meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“

Röm.5,18: „…und wie es durch den einen Danebenfall für alle Menschen zur Verurteilung kam…“

Röm.5,14: „…herrschte der Tod von Adam bis auf Mose auch über die, die nicht in der gleichen Übertretung wie Adam gesündigt hatten…“

Röm.5,12: „…wie durch den einen Menschen die Sünde in die Welt eindrang, und durch die Sünde der Tod, und so zu allen Menschen der Tod durchdrang, worauf alle sündigten…“ (Man beachte hier die Reihenfolge: Eindringen der Sünde und in Folge Eintritt des Todes in die Welt, Durchdringen des Todes zu allen Menschen, woraufhin alle sündigen! Der Mensch sündigt auf Grund des Todes-Zustands – ein Mangel an Leben – in ihm.)

JEDOCH:

Röm.3,24: „Umsonst gerechtfertigt in Seiner Gnade durch die Freilösung, die in Christus Jesus ist…“

1.Kor.15, 22: „Denn ebenso wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden.“

Röm.5,18: „Demnach nun, wie es durch den einen Danebenfall für alle Menschen zur Verurteilung kam, so kommt es auch durch den einen Rechtsspruch für alle Menschen zur Rechtfertigung des Lebens.“

Röm.11,32: „Denn Gott schließt alle zusammen in Widerspenstigkeit ein, damit Er sich aller erbarme.“

Jak.2,13: „…Barmherzigkeit rühmt sich wider (triumphiert über) das Gericht.“

Mt.12,20: „Ein geknicktes Rohr wird Er nicht zerbrechen, und glimmenden Flachsdocht wird Er nicht auslöschen, bis Er das Gericht zum Sieg durchgeführt hat.“

1.Kor.15,54: „Wenn aber dieses Vergängliche Unvergänglichkeit anzieht und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anzieht, dann wird sich das Wort erfüllen, das geschrieben steht: Verschlungen wurde der Tod im Sieg!

1.Kor.15,55-56: „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel? (Der Stachel des Todes ist aber die Sünde…)“ (Der Tod und sein Stachel, die Sünde, werden völlig entmachtet!)

1.Kor.15,26: „Der letzte Feind, der abgetan wird (griech. katargeo: entmachten, zunichte machen, abschaffen, aufheben, vernichten, abtun, beseitigen, wegtun, zerstören, unwirksam machen), ist der Tod.“

Das heißt, dass sowohl der Tod als auch sein Stachel, die Sünde, völlig beseitigt werden! Das ist der Sieg, der Triumph des Gerichts: Die Beseitigung aller Trennung von Gott!

Kol.1,19-20: „…da die gesamte Vervollständigung Gottes (griech. pan to pleroma; engl. entire complement/ filling)) ihr Wohlgefallen daran hat, in Ihm (Christus) zu wohnen und durch Ihn das All(es) mit Sich auszusöhnen (griech. apokatallasso) (indem Er durch das Blut Seines Pfahles Frieden macht), durch Ihn, sei es das auf der Erde oder das in den Himmeln…“ (also im Grunde alle Geschöpfe sollen zu einem Ziel geführt werden: mit Gott versöhnt zu sein!)

Phil.2,9-11: „…damit in dem Namen Jesu sich jedes Knie beuge, der Himmlischen, Irdischen und Unterirdischen, und jede Zunge huldige (griech.: exomologeo, aus ek und homologeo: völlig zustimmen, anerkennen, zugeben, bestätigen; freudig und offen bekennen; danken; versprechen): Herr ist Jesus Christus, zur Verherrlichung Gottes des Vaters.“

1.Kor.12,3: „Darum mache ich euch bekannt, dass niemand, der in Gottes Geist spricht, sagen wird: In den Bann getan sei Jesus. Auch kann niemand sagen: Herr ist Jesus, außer in heiligem Geist.

1.Kor.15,28: „…damit Gott alles in allen (griech.: ta panta en pasin; engl.: every, entire, all things in all) sei.“

Das ist der große Heilsplan Gottes, der alles ins Leben Gerufene zu dem einen großen Ziel führt – nämlich alles in allen zu sein.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s